Sonntag, 10. Mai 2015

Rezension "Pandablues"

Titel: Pandablues
Autorin: Britta Sabbag
Preis: 8,99€
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 256

Klappentext: Manchmal erfüllen sich Wünsche, von denen man nicht wusste, dass sie existieren Charlotte kann es kaum fassen: Kann es sein, dass ihr Traummann Eric sie betrügt, noch dazu mit einer Sauberfrau? Und ihr Zoo-Praktikum als Pinguin-Pflegerin ist auch irgendwie nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Gut, dass sie sich wenigstens auf ihre Freundinnen Trine und Mona verlassen kann. Bei denen läuft anscheinend alles wie am Schnürchen. Glücklicherweise sind die auch immer da, um Charlotte aus der Patsche zu helfen. Und das ist gar nicht so selten der Fall ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, auch das Cover mochte ich sehr gerne. Anfangs war ich dem Buch sehr skeptisch gegenüber, da "Pinguinwetter" für mich ein Einzelband ist. Deswegen habe ich mir "Pandablues" auch nur als E-Book geladen.
Wirklich enttäuscht wurde ich nicht, aber wirklich überrascht und mitgerissen leider auch nicht.
Pandablues eignet sich als leichte Lektüre für zwischendurch. Charlottes Humor hat mir - auch schon im ersten Band - ziemlich gut gefallen und so konnte ich einige Male herzlich lachen. Leider ging sie mir aber auch auf die Nerven, z.B. als sie Eric aus dem Weg ging, sie hätte zumindest mal mit ihm reden können.

Auch ihre Freundinnen waren in diesem Band nicht so interessant und hilfreich, wie in "Pinguinwetter". Trine denkt immer nur an ihre Schwangerschaft und drückt alle unangenehmen Aufgaben ab, da Charlotte ja die Patentante ist. Sie jubelt auch viel mehr als Charlotte, als diese schwanger ist, und es ist ihr egal, dass Charlotte eigentlich gar kein Kind möchte. Auch mochte ich nicht, dass Trine immer bekommt was sie will und Charlotte sich einfach nicht durchsetzen kann. Trine will in den Urlaub fahren, Charlotte kommt mit. Trine möchte dies tun, Charlotte tut das.
Aber nicht nur Trine, auch Mona war nicht überzeugend. Nach einigen Sekunden verliebt sie sich Hals über Kopf in den Makler, nach einigen Tagen ist sie sich sicher, dass er der Eine ist. Schön und gut, aber wegen ihm verändert sie sich stark und diese Entwicklung empfinde ich nicht als sehr positiv.

Auch der Verlauf der Geschichte war etwas... sagen wir seltsam. Da ich das Buch auf meinem Handy gelesen habe, hatte es dort ca. 810 Seiten. Erst auf Seite 600 vermutete Charlotte, dass Eric sie betrügen könnte. Und ab da mochte ich das Buch nicht mehr ganz so sehr, wie mir jetzt im Nachhinein bewusst wird. Es ging einfach zu schnell. Sie denkt, er betrügt sie ; beschattet ihn ; versteckt sich bei Trine ; ein paar Seiten später macht er ihr einen Antrag. Auch mit ihrer Schwangerschaft verhält es sich so. Sie will keine Kinder ; auf einmal hat sie Schwangerschaftsanzeichen ; ist schwanger ; mit Zwillingen. Es ging viel zu schnell und ich als Leser hatte das Gefühl, dass Britta Sabbag das Buch einfach nur noch hinter sich bringen wollte. Dieses Gefühl verstärkte sich am Ende noch. Das Buch endet mit Renates (Charlottes Mutter) Hochzeit und einem kurzen Epilog. Wir wissen nicht, was aus Charlotte und Eric - und ihren Kindern- wird,geschweige denn, wie es mit Mona und Norbi oder Renate und Jörn (den finde ich super!) weitergeht.

Wegen all diesen Punkten kann ich dem Buch leider nur 3 Herzen geben..

♥♥♥ // ♥♥♥♥♥

Quelle Bild: https://buecherunddiewelt.files.wordpress.com/2013/06/img_0877.jpg

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