Sonntag, 8. März 2015

Rezension "Legend-Fallender Himme"

 Titel: Legend-Fallender Himmel
Autor: Marie Lu
Preis: 17,95€
Seiten: 363
Verlag: Loewe

Klappentext: Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Republik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen und überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck zu locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir.

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden- Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!

Meine Meinung:
Diese Rezension kann viele Spoiler enthalten, die nicht alle gekennzeichnet sind! Außerdem wird sie wahrscheinlich ziemlich lang

Ich möchte mit den positiven Aspekten beginnen. Da wäre einmal das Cover, das ich unglaublich schön finde. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich habe mich gefreut, als ich das Buch gekauft habe. Jedoch hat sich dieses Bild beim Lesen geändert...

Da wäre zunächst der Schreibstil der Autorin. Ich weiß nicht woran es lag, aber er hat mir einfach nicht wirklich gefallen. Er war okay, aber er war nichts Besonderes und meist war es auch nicht spannend geschrieben, sondern war teilweise langweilig. Am Ende (ab ca. 310) hat sich das zwar geändert und ich wollte das erste Mal wirklich wissen, wie es weitergeht, aber die anderen Seiten über...

Dazu kommt, dass ich mir im Laufe des Buches zu viele Fragen gestellt habe, die bisher nicht beantwortet wurden.
1. In welchem Land spielt die Geschichte? Im Nachhinein habe ich dann gemerkt, dass Los Angeles im Klappentext steht, im Buch selbst wird das aber erst in Kapitel 4 das erste Mal erwähnt.
2. Was passierte in den USA? Woraus entwickelten sich die Kolonien und die Republik? Wodurch und wann wurde der Krieg ausgelöst? Was für eine Rolle spielt der Elektor genau? Ist er so etwas wie der Präsident?

Generell gab es zu viele Unstimmigkeiten und Einschiebungen, die für mich teilweise keinen Sinn gemacht haben.
Day schiebt z.B. zwischendurch Erinnerungen ein. Teilweise wirken sie hineingepresst, als wüsste Marie Lu nicht, wann sie sie hätte bringen sollen. Einmal steht auch nur ein Satz zu seiner Vergangenheit da, nichts Weiter. Leider hat man zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, worauf Day anspielt und auch jetzt weiß ich es nicht wirklich.
Außerdem habe ich mich teilweise gefragt, wieso June so gefährliche Missionen alleine machen darf, wenn sie eigentlich noch keine richtige Agentin ist, da 1. teilweise nicht alle Soldaten Bescheid wussten und sie hätte erschossen werden können und 2. sie teilweise nur über einen Kopfhörer erreichbar war, den sie ausschalten konnte. Wirklich sicher war sie bei ihren Missionen also nie.
Zudem fand ich die Geschichte teilweise etwas etwas unrealistisch und unschlüssig, auch wenn genau diese Szenen sie teilweise interessanter gemacht haben. Manchmal waren die Methoden der Soldaten mir auch zu grausam, z.B. die Foltermethoden die sie angewandt haben. Allein die Vorstellung hat es mir eiskalt den Rücken hinunterlaufen lassen. Zum Ende hin wurde es auch ein bisschen abgedrehter, Day war auf einmal auch ein Wunderkind, die Regierung ist böse und niemand außer Day und Metias (und den Beteiligten) wusste davon. (Also dass die Regierung böse ist)

Hinzu kommen die Figuren der Geschichte. (Sowohl positiv als auch negativ)
Metias. Mein Lieblingscharakter. Er wirkt so nett und ist so klug, weiß was er will und hat sein Herz am rechten Fleck. Ja, ich habe mich in ihn verliebt. Und was passiert? "SPOILER" er stirbt.
So ist es auch bei John und der Mutter von Day. Ich habe sie beide ins Herz geschlossen. Days Mutter, weil sie sich für ihre Kinder so aufopfert. John, weil er selbstlos ist und sich bemüht, seine Familie zu beschützen. Auch sie waren die Charaktere, die ich am meisten mochte. Und auch sie starben. "SPOILER ENDE"

Bei Day bin ich mir unschlüssig. Anfangs habe ich ihn gehasst, weil ich dachte, dass er Metias *SPOILER* getötet hat *SPOILER ENDE*. Außerdem war er mir zu arrogant und oftmals habe ich nicht verstanden, wieso er in dieser Situation so gehandelt hat. Das hat für mich keinen richtigen Sinn gemacht, da er teilweise zu leichtsinnig war. Dennoch ist er ja eigentlich ein lieber Junge und ich habe ihn mit der Zeit mehr gemocht, auch wenn er mich zwischenzeitlich wieder extrem genervt hat. Und trotzdem hat er es geschafft, dass ich am Ende auf sein Überleben hoffte.

June: Anfangs war sie mir zu selbstverliebt, aber ich mochte gleichzeitig, dass sie im Militär ist und so diszipliniert arbeitet. Es ist zudem beeindruckend, wie stark, intelligent und trainiert sie ist. Im Verlauf des Buches konnte ich sie auch mehr in mein Herz schließen, als ich es am Anfang gedacht hätte.

Zu Thomas und Jameson nur kurz: Ich mochte Thomas sehr gerne, aber er hat sich ziemlich verändert und das hat ihn leider ziemlich unsympathisch gemacht. Jameson war mir dagegen von Anfang an nicht ganz geheuer und ich habe sie von der ersten Seite an gehasst.

Wie man sehen kann, hat mir das Buch nicht wirklich gut gefallen. Mich haben einfach zu viele Dinge gestört, aber dennoch kann ich dem Buch nicht nur ein Herz geben und ich bewerte es mit 2 Herzen. Die Fortsetzungen werde ich mir nicht mehr kaufen.

♥♥ / ♥♥♥♥♥

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